Juso

Dresden. „Die Vorstellung eines Rektors mit königlicher Macht scheint eine Spätfolge der CDU-Alleinregierung unter Biedenkopf zu sein“, kommentiert Holger Mann, Vorsitzender Jusos Sachsen die Vorstellungen des sächsischen Ministerpräsidenten zum neuen Hochschulgesetz.

„Wir können dieser geplanten Pseudo-Autonomie der Hochschulen gepaart mit fehlender Mitbestimmung der Studierenden nicht unterstützen. Die derzeit geplante Struktur ist autoritär statt autonomieförderlich“, so Mann weiter.

Wer - wie Milbradt - verstanden haben will, dass Wettbewerb “nicht von der Staatsverwaltung, sondern dezentral gesteuert wird”, der sollte auch für die Hochschulen Konsequenzen daraus ziehen und keine Staatsklasse an den Hochschulen schaffen. Derzeit aber besetzen einige wenige Professoren 60 bis 80 Prozent der Entscheidungspositionen. Das trägt moderner Forschungspraxis und den Aufgaben der Hochschulen nicht Rechnung.

Dagegen fordern die Jungsozialisten für eine erfolgreiche Profilbildung die gleichberechtigte Einbindung von Studierenden, Nachwuchswissenschaftlern und Gastdozenten in die Entscheidungsstrukturen der Hochschulen.

„Die SPD schafft mit der geplanten Einführung von Evaluation durch Lehrende und Studierende eine zukunftsweisende und dezentrale Qualitätssicherung an den Hochschulen. Dagegen möchte die CDU 99% der Hochschulangehörigen zu Publikum degradieren.“

Es nützt aber den Studierenden nichts wenn sie bei der Fehlersuche mithelfen dürfen aber dann keine Mitbestimmung zur Fehlerbeseitigung besitzen. „Die Stärkung des Senats ist deshalb für uns ein sehr wichtiger Punkt, in dem wir auch die Unterstützung unserer Fraktion im jetzt folgendem parlamentarischen Verfahren erwarten“, Mann abschließend.

Kontakt: Mathias Müller Tel: 0172 - 37 77 24 1