Juso-Chef

Dresden. Zu dem Vorschlag von Frau Staatsministerin Dr. Stange, die Hochschulvereinbarung des Jahres 2003 zu verschieben und zu den Äußerungen von Herrn Staatsminister Dr. Metz erklärt Holger Mann, Vorsitzender der Jusos Sachsen:

„Wir unterstützen den Vorschlag von Frau Dr. Stange, die Hochschulvereinbarung über den Personalabbau vorerst zu verschieben.
Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar warum Sachsen sein Hochschulpersonal zu der einen Tür auf die Strasse setzen soll und zu der anderen Tür neue Mitarbeiter einstellt, um zusätzlichen Studierenden aus den anderen Bundesländern eine gute Studienmöglichkeit gewährleisten zu können. Aber genau das hat Sachsen im Rahmen des Hochschulpakts 2020 zugesichert und erhält dafür auch finanzielle Mittel vom Bund.
Den so genannten Hochschulkonsens hielten wir bereits 2003 für Nonsens. Schon damals hatten sich die Betreuungsverhältnisse an den sächsischen Hochschulen 10 Jahre lang kontinuierlich verschlechtert. Das diesem Irrsinn bei weiterhin steigenden Studierendenzahlen endlich etwas entgegengesetzt wird, ist nur folgerichtig und absolut notwendig.
Wer - wie Herr Metz - dagegen meint, dass wir in Sachsen gute Lehre und Forschung zum Spartarif bekommen können, verkennt die Wettbewerbssituation im Wissenschaftsbereich. Auch scheint das Erinnerungsvermögen des CDU-Ministers gelitten zu haben. Entgegen seiner Darstellung, hatten die Hochschulen der Hochschulvereinbahrung unter CDU-Alleinregierung nur nach heftigem Druck zugestimmt
Wir begrüßen, dass Frau Dr. Stange zu der Verantwortung für Sachsen und seine Studierenden steht. Das heißt für uns wie Sie den Personalabbau an den Hochschulen stoppen und damit den Studienstandort Sachsen stärken!

Kontakt: Mathias Müller Tel: 0172-37 77 24 1